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Chancen für die Vielfalt
— Interkulturelle Kompetenz erlernen —

Interkulturelle Trainings zur Vermittlung Interkultureller Kompetenzen

Ein Fortbildungs- und Schulungsangebot des Jugendmigrationsdienstes im Caritasverband Nordhessen-Kassel

Einführung

Gemäß des Kapitels III. 'Aufgaben', Abschnitt 6. 'Initiierung und Begleitung der Interkulturellen Öffnung von Diensten und Einrichtungen der sozialen Handlungsfelder' der JMD-Grundsätze und dem zugehörigen Rahmenkonzept (Netzwerk- und Sozialraumarbeit / Interkulturelle Öffnung) ist es eine Aufgabe der Jugendmigrationsdienste, MitarbeiterInnen anderer Dienste, Behörden und Einrichtungen, die in Kontakt mit der Zielgruppe des JMD stehen sowie Jugendliche, Jugend- und Erwachsenengruppen und MultiplikatorInnen, in Fortbildungen, Workshops und Schulungen interkulturell zu sensibilisieren, ihnen erste Interkulturelle Kompetenzen zu vermitteln und dabei den ersten Schritt zur Interkulturellen Öffnung (IKÖ) der Einrichtung zu vollziehen.

Mit dem vorliegenden Fortbildungs- und Trainingskonzept will der Jugendmigrationsdienst des Caritasverbandes Nordhessen-Kassel diesem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend festgelegten Arbeitsauftrag Rechnung tragen. So haben sich einige MitarbeiterInnen des Kasseler JMD in den vergangenen Jahren selbst umfangreich zu Interkulturellen TrainerInnen fort- und weitergebildet und bereits vielfache Erfahrungen bei der Durchführung von Interkulturellen Trainings in verschiedensten Kontexten gesammelt.


Wieso ein Interkulturelles Training?
Im Einwanderungsland Deutschland leben Menschen neben- und miteinander, die kulturell unterschiedlich geprägt sind. Jeder Mensch hat seine eigene z.B. durch geographische, ethnische oder religiöse Zugehörigkeit bestimmte Geschichte.

In beruflichen Kontexten oder privaten Begegnungen können diese Verschiedenheiten zu Situationen führen, die von Unsicherheit, Missverständnissen bis hin zu Konflikten gekennzeichnet sind. Für ein gelingendes Miteinander (im Zwischenmenschlichen wie auch im schulischen oder professionellen Bereich) ist ein bestimmtes Maß an Interkulturellen Kompetenzen unverzichtbar. Interkulturelle Kompetenz ermöglicht den Umgang mit 'Diversität', in der Vielfältigkeiten wahrgenommen und anerkannt werden können.


Ziele des Interkulturellen Trainings
Die Teilnehmenden sollen schrittweise zum Erwerb Interkultureller Kompetenzen geführt werden, indem sie Fähigkeiten und Fertigkeiten trainieren, die ihnen den Umgang mit dem 'Anderssein' erleichtern, bzw. ermöglichen. Dieser Aneignungsprozess Interkultureller Schlüsselkompetenzen geschieht, in dem die Teilnehmenden ...
  • sich Basiswissen rund um das Einwanderungsland Deutschland aneignen
  • ihre kulturelle Selbstwahrnehmung reflektieren
  • soziale und kulturelle Verschiedenheiten erkennen und verstehen lernen
  • ihre Sensibilität und Empathie für interkulturelle Aspekte schulen
  • sich mit verschiedenen Werten und Normen und dem eigenen Urteil auseinandersetzen
  • sich mit den Termini Achtung, Toleranz und Respekt befassen
  • Anregungen zum Überdenken eigener Vorurteile und Stereotype gegenüber Angehörigen
    anderer Personen, Kulturkreise und Nationen bekommen
  • negative Auswirkungen von Vorurteilen und Diskriminierung erkennen und aus der
    Perspektive der Minderheit wahrnehmen lernen
Das Trainingskonzept ist modular aufgebaut. Am Ende jedes Moduls steht der Anspruch, eine erste Interkulturelle Sensibilisierung bewirkt zu haben.


Zeitlicher Umfang
Die Trainingseinheiten können von der zeitlichen Dauer her variiert und der jeweiligen Zielgruppe angepasst werden. Wir empfehlen einen Umfang von mindestens fünf Zeitstunden pro Modul für Jugendliche und junge Erwachsene sowie mindestens acht Zeitstunden (ein Tag) für professionelle Akteure, MultiplikatorInnen und Ehrenamtliche.


Wer kann an einem Interkulturellen Training teilnehmen?
&rArr professionelle Akteure, MultiplikatorInnen und Ehrenamtliche
(z.B. ErzieherInnen, LehrerInnen, SozialpädagogInnen; MitarbeiterInnen in Behörden, sozialen Institutionen, Versicherungen und der Kommunalverwaltung wie Jugendamt, Sozialamt, Jobcenter, ABH etc.; Studierende und Mitglieder von Vereinen und Verbänden sowie Ehrenamtliche und Freiwilligeninitiativen)
&rArr Jugendliche und junge Erwachsene
(z.B. SchülerInnen ab der 8. Klasse, TeilnehmerInnen aus Bildungsmaßnahmen, Firmlinge und KonfirmandInnen und BesucherInnen von Jugendverbänden wie Jugendzentren, Jugendclubs, Sportvereinen etc.)


Zertifikat / Teilnahmebescheinigung
Eine Bescheinigung über die erfolgte Teilnahme an einem Interkulturellen Training gibt es ab einer Zeitdauer von fünf Stunden Schulung bzw. Fortbildung. LehrerInnen können zudem Fortbildungspunkte erwerben*. Wer mindestens zwei Module komplett belegt, erhält hierüber ein aussagekräftiges Zertifikat.


Kosten
Die Kosten für Schulungen, Workshops und Fortbildungen (für Schüler, Jugendgruppen, professionelle Akteure, MultiplikatorInnen, Studierende und Ehrenamtliche) pro Seminartag bzw. Trainingseinheit sind gering. Es ist nicht das Ziel des JMD, kommerzielle Gewinne zu erzielen, sondern lediglich den entstandenen Aufwand entschädigt zu bekommen. Bitte fragen Sie daher bei uns an.


Die Module
Alle Module sind praxisorientiert aufgebaut. Das heißt, sie weisen einen Wechsel von theoretischen Inputs/Einheiten und praktischen Übungen mit Selbsterfahrungsanteilen auf.

Schaubild zu den Interkulturellen Trainings des JMD
(zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)


Modul I
Kultur, Interkultur und Interkulturelles Lernen & Zahlen, Daten, Fakten rund um das Einwanderungsland Deutschland
  • Zahlen, Daten, Fakten rund um das Einwanderungsland Deutschland
    (verschiedene Zuwanderergruppen, Statistiken etc.)
  • Begriffsklärungen zu Kultur, Interkultur, Interkulturelles Lernen,
    Interkulturelle Kompetenz, Interkulturelle Öffnung, Diversity usw.
  • Übungen rund um die kulturelle Identität von Menschen
Das erste Modul stellt das Basismodul dar und hat Grundlagencharakter. Hierauf bauen alle weiteren Trainingseinheiten auf.


Modul II
Selbst- und Fremdwahrnehmung und Identität
  • Wieso ist die Berücksichtigung der Identität von Menschen aus anderen
    Kulturkreisen für mein (professionelles) Handeln notwendig?
  • Wie ist meine eigene, persönliche und professionelle Haltung gegenüber
    mir fremden Dingen / Menschen?
  • Wie nehme ich mich selbst wahr?
  • Wie nehmen mich Menschen wahr, mit denen ich in beruflichen Kontexten
    oder privaten Begegnungen zu tun habe?
  • Wie nehme ich Menschen aus anderen Kulturkreisen wahr?
  • Wie kann ich mein fachliches Handeln in interkulturellen Kontexten professionell reflektieren?
Die Belegung dieses Moduls wird allen Zielgruppen empfohlen.


Modul III
Achtung und Toleranz
  • Achtung und Respekt - ihre Bedeutung im Alltag
  • Toleranz, Scheintoleranz und Intoleranz
  • Wo liegen eigene Toleranzgrenzen?
  • Was sind Vorurteile und Stereotype?
  • Wie kann ich achtvoll und tolerant mit Menschen aus anderen Kulturkreisen
    umgehen ohne Vorurteile oder Stereotype zu bedienen?
  • Was passiert, wenn ich in interkulturellen Kontexten meine Toleranzgrenzen erreiche?
Mit dem Modul Achtung und Toleranz soll das Aushalten von Unterschieden (die sog. Ambiguitätstoleranz) und die Akzeptanz des Andersseins gefördert werden.


Modul IV
Kommunikation
  • Unterschiedliche Kulturen = Unterschiedliche Kommunikationsformen?!
  • Sprache als Schlüssel im Kommunikationsprozess?
  • Die Bedeutung von verbaler und nonverbaler Kommunikation
  • Regeln der nonverbalen Kommunikation
  • Fehler, Missverständnisse und Differenzen bei der Kommunikation
Das Modul sensibilisiert für Unterschiede in den Kommunikationsformen und der Körpersprache und zeigt, dass Gestik und Mimik keine universellen Bedeutungen haben. Verständigung im Sinne von Verständnis für den 'Anderen' und Verstehen des 'Anderen' stehen im Mittelpunkt.


Modul V
Konflikte und Mediation
  • Wie entstehen Interkulturelle Konflikte?
  • Wie kann man Interkulturelle Konflikte vermeiden?
  • Was ist Rassismus?
  • Welche Formen der Diskriminierung gibt es?
  • Wie können mögliche Bewältigungsstrategien aussehen?
  • Macht und Ohnmacht - Vorhandene/empfundene Machtgefälle
Wenn unterschiedliche Wertevorstellungen und Glaubenssysteme aufeinander treffen, wenn Welt- und Menschenbild voneinander differieren, dann sind interkulturelle Irritationen vorprogrammiert. Kulturelle Differenz und vorhandene oder empfundene Machtgefälle bergen ein hohes Konfliktpotential. Interkulturell genannte Konflikte sind dabei aber immer zwischenmenschliche Konflikte im interkulturellen Kontext. Das Modul führt zum Kennenlernen von Techniken der konstruktiven Konfliktbearbeitung.


Ihre Ansprechpartner
Wenn Sie Interesse an einem Interkulturellen Training (in Form einer Schulung, eines Workshops oder einer mehrtägigen Fortbildung) haben oder Ihrerseits noch Fragen zu unserem Angebot bestehen, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir Ansprechpartner sind gleichzeitig Ihre Trainer und führen die Interkulturellen Trainings durch.

Kontakt

Jugendmigrationsdienst (JMD)
Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V.
Die Freiheit 2, 34117 Kassel

Frau Dettmar, Herr Schulz

Fon: (0561) 7004 -133 /-134
Fax: (0561) 7004 -137
Mail: jmd@caritas-kassel.de

Abschließende Informationen zum Ausdrucken gibt es in diesem PDF-Dokument oder auf der Webseite des JMD.